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15.12. Schüler brauchen kleine Ziele!

Date: Dezember 14, 2016 Author: barbara Categories: AKTUELLES 0

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Als Erwachsene setzen wir uns gerne Ziele. Sie dienen in erster Linie als Motivationshilfe. Ebenso helfen klare Ziele zur Überprüfung, ob sich unser Einsatz letztendlich auch gelohnt hat.Wie sieht es aber bei unseren Kindern aus?

Schulkinder sind es gewöhnt, von Schularbeit zu Schularbeit oder von einem Test zum nächsten zu lernen. Dann kommt die Note, danach das Ziel die Note zu halten oder zu verbessern. Bemerken Sie beim Lesen wie wenig motivierend das klingt? Genau so geht es Ihren Kindern!

„Du lernst ja fürs Leben und nicht für die Schule“ habe ich immer wieder gehört. Das war wenig motivierend, denn wie sollte ich als Kind wissen, welches Erwachsenen-Leben auf mich wartet? Doch zurück zur Frage:  Wie setzt man gemeinsam mit seinem Kind Ziele fest, die wirklich zum Lernen motivieren? Hier mein Vorschlag aus dem Lerncoaching:

Nehmen Sie ein Blatt Papier und fragen Sie Ihr Kind:

1.) Welche 2 Ziele möchtest du erreichen?

Achten Sie darauf, dass die Ziele, die sich Ihr Kind setzt ganz konkret und auch wirklich realistisch erreichbar sind. Es sollten anfangs nicht mehr als zwei sein.

2.) Bis wann möchtest du diese 2 Ziele erreichen?

Aus der Motivationsforschung weiß man, dass Ziele die länger als 4 Wochen voraus sind keine Motivation für Kinder bedeuten. Sie sind zu weit weg, und somit nicht in „fühlbarer“ Nähe.

Alle Ziele werden ganz genau ausformuliert und notiert. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

  • Täglich 15 Englisch Vokabeln lernen. Und das 3 Wochen lang.
  • In Mathematik bei der nächsten Schularbeit einen 3er schreiben.
  • In Deutsch bis Weihnachten alle Hausaufgaben genau und pünktlich erledigen.
  • In Geographie mindestens drei Mal pro Stunde aufzeigen

Nach Ablauf der vereinbarten Zeitspanne wir genau besprochen: Wurden die Ziele erreicht?

Wenn ja: Hier wird ausreichend gefeiert, gelobt und bestärkt!

Falls Ihr Kind ehrlich zugibt, dass es ihm nicht gelungen ist, werden ganz einfach zwei neue Ziele festgelegt. Sie sollten  etwas leichter zu erreichen sein, als die vorhergehenden. Das geschieht völlig emotionsfrei und ohne Kommentar. (Ich weiß liebe Mütter, das ist wirklich viel verlangt, aber ihr schafft das!)

Ihr Kind bekommt so ein genaues Gefühl dafür, wo es konsequent arbeitet und wo es gerne ausweicht. Es lernt sich selber einzuschätzen.

Es ist motiviert und hat immer wieder kleine Erfolge.

 

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